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Gewässerentwicklung - Kanusport

Willkommen auf der Informationsseite zu "Gewässerentwicklung - Kanusport"!

Hier finden Sie Informationen zum Thema „Gewässerentwicklung und Kanusport“ auf der Wupper.

Informationen zur Befahrbarkeit

Die Wupper, bis Mitte des 20. Jahrhunderts noch ein stark verschmutzter „toter Fluss“, hat sich in den letzten Jahrzehnten wieder zu einem wertvollen Lebensraum entwickelt. Die Wasserqualität wurde inzwischen durch große Anstrengungen aller beteiligten Wasserakteure erheblich verbessert. Auch strukturell wurde in der letzten Zeit Einiges getan. So ist die Wupper heute wieder ein wertvoller Lebens- bzw. Rückzugsaum für hier natürlicherweise vorkommende Tier- und Pflanzenarten geworden. Daher wurde die Wupper in neuer Zeit auf weiten Strecken als europäisches Flora-Fauna-Habitat ausgewiesen. Ein wesentliches Schutzziel ist die Sicherung des Fischbestandes wandernder Arten im Verbund mit dem Rhein.

Durch die wachsende Attraktivität dieses Raumes nehmen auch verschiedene Freizeitnutzungen durch den Menschen am/auf/im Gewässer stark zu. So erfreut sich z. B. das Befahren der Wupper, insbesondere mit Kanus, wachsender Beliebtheit.

Wesentlich zur guten Entwicklung der Fischfauna in der Wupper trägt das so genannte „Totholz" bei. Das sind im Fluss liegende Baumteile oder ganze Bäume, die für die Fische gleichzeitig Laichplatz, Nahrungsraum, Jungfisch-, Winter- und Hochwassereinstand sowie Schutz vor Fressfeinden schaffen. Totholz kann den Jungfischbestand einer Strecke verzehnfachen und den Altfischbestand verdoppeln.

Das Totholz ist also einerseits wichtiger Lebensraum für Fische, andererseits kann es eine Gefahr für Bootswanderer darstellen. So kommt es leider immer wieder zu Unfällen, weil diese Gefahr unterschätzt wird. Im Fließgewässer liegende Bäume können mit ihren Wurzeln und Ästen Bootsfahrer gefährden, vor allem an naturnahen Abschnitten. Am Totholz können starke Strömungen und Sogtrichter entstehen, die Boote zum Kentern und selbst gute Schwimmer in Gefahr bringen. Da es gemäß Schutzgebietsverordnung verboten ist, das Totholz zu entfernen, muss sich der Bootswanderer mit diesen Gegebenheiten, die sich grundsätzlich an naturnahen Gewässern finden, auseinandersetzen, d. h. er muss sich vorab über mögliche Gefährdungspunkte seiner Strecke informieren und muss seine Ausrüstung (Schwimmweste, Helm, Boot etc.) an die Anforderungen anpassen. Dadurch lässt sich das Gefährdungsrisiko weitgehend minimieren. Ungeeignete Ausrüstung kann lebensgefährlich sein. Als Beispiel seien hier leichte Schlauchboote genannt, die schlecht steuerbar sind und deren dünne Haut schnell reißen kann. Derart schlecht ausgerüstet riskiert man auf naturnahen Gewässern sein Leben.

Die Freude an der Natur bleibt erhalten, wenn man Vorsicht walten lässt. Kanu-Wanderführer enthalten Hinweise über den Zustand bestimmter Flussabschnitte und die erforderliche Ausrüstung. Aber trotz regelmäßiger Fortschreibung können sie nicht immer den letzten Stand beinhalten. Hochwasser kann Totholz verlagern und den Schwierigkeitsgrad verändern, Gewitter und Stürme können neue unbekannte Hindernisse schaffen. Auf naturnahen Flussstrecken, begleitet von Ufergehölzen, muss grundsätzlich mit Baumhindernissen gerechnet werden.

Vor diesem Hintergrund haben wir den Service „Gewässerentwicklung – Kanusport“ eingerichtet. Hiermit werden verschiedene Informationen zur Befahrbarkeit der Wupper zur Verfügung gestellt. So werden die Streckenabschnitte, auf denen momentan aus naturschutzfachlicher Sicht aufgrund des Wasserstandes gefahren bzw. nicht gefahren werden darf, angezeigt (Pegelregelung). Außerdem gibt es Informationen zu Einstiegs-/Ausstiegsstellen für den Kanusport und es wird angezeigt, welche Anlagen oder Strecken grundsätzlich nicht befahren werden dürfen. Darüber hinaus werden allgemeine Informationen zum Gewässer als Natur- und Lebensraum dargestellt.

Es gibt viele mögliche Gefahren, die bei der Nutzung der Wupper vorhanden sein können, z. B. Totholz, Anlagen in der Wupper oder höhere Abflüsse bzw. Hochwässer. Wir weisen darauf hin, dass die Nutzung der Wupper immer auf eigene Verantwortung und Gefahr erfolgt.

Weitere Hinweise zu möglichen Gefahren, Naturschutz etc. finden Sie unter Hinweise zur Befahrung.

Erläuterungen zum Gebrauch bzw. zur Handhabung des Services:

Die Befahrungsregelungen werden derzeit zwischen den zuständigen Behörden und den weiteren beteiligten Akteuren im Sinne eines naturverträglichen Befahrens diskutiert und abgestimmt. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen.

Der Service berücksichtigt die derzeit in Solingen aktuelle Pegelregelung. Danach richtet sich die Befahrbarkeit einer Strecke (Müngsten – Wupperhof: Pegel Opladen >= 73 cm; Wupperhof – Leverkusen, Pegel Opladen >= 60 cm) nach dem 24-Stunden-Mittelwerte des Vortages. Die 24-Stunden-Mittelwerte (jeweils 17:00 - 17:00 Uhr) des Vortrages und des aktuellen Tages (ab 17:05 Uhr) vom Pegel Opladen werden im Service angegeben.

Im Service werden die per Kanu befahrbare Strecken der Wupper, sowie die zugehörigen Ein- und Ausstiege dargestellt. Eine grün markierte Strecke zeigt an, dass gemäß der o. g. Pegelregelung derzeit eine Befahrung des entsprechenden Wupperabschnittes aus naturschutzfachlicher Sicht möglich ist. Ist die Strecke rot markiert, ist eine Befahrung derzeit aufgrund von zu niedrigem Wasserstand nicht möglich. Ist die Strecke grau markiert, liegen momentan keine aktuellen Pegelwerte vor.

Eine Erläuterung der Kartensymbolik finden Sie in der FluGGS-Anwendung. Die Legende können Sie dort durch einen Klick auf den Reiter "Legende" aufrufen.

Ihre Ansprechpartner zu weitergehenden Auskünften über die Gebiete Natur und Landschaft:

Die Unteren Landschaftsbehörden der jeweiligen Kommunen und Kreise legen fest, wie das Befahren im jeweiligen Gewässerabschnitt geregelt ist. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Zusätzlich zur FluGGS-Anwendung können Sie eine Bildershow mit Fotos (aufgenommen im August 2008) der in der Anwendung abgebildeten Strecke aufrufen.

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